Überwindung des Monopols: Reduzierung der Fernwärmekosten bei Wohn- und Gewerbeimmobilien

Vergleicht man die Kosten einer fernwärmeversorgten Immobile mit einer bau- und nutzgleichen Immobilie, die mit Gas versorgt wird, sind die Kosten bei Fernwärme meist deutlich höher. Eine Senkung dieser Kosten ist für den Endverbraucher oft nur schwer zu erzielen. Wie lässt sich das ändern?

Etwa 22% der Immobilien in Deutschland werden mit Fernwärme versorgt. In den Innenstädten ist die Quote deutlich höher. Die Fernwärmeversorger haben eine monopolartige Stellung, da sie nicht nur Lieferant der Wärme sind, sondern diese auch durch das eigene Fernwärmenetz zu den Kunden transportieren. Es gibt bei der Fernwärme somit keinen Wettbewerb, und die freie Wahl des Versorgers ist nicht möglich. Theoretisch besteht die Möglichkeit, sich von dem Fernwärmevertrag zu lösen. Dann ist der Anschluss an das Fernwärmenetz zurückzubauen und ein eigener Heizkessel zu installieren; diese Alternative ist nicht nur mit hohen Investitionskosten für den Eigentümer verbunden, sondern wird in einigen Kommunen sogar durch einen Fernwärmeanschlusszwang verwehrt. Es gibt aber noch einen anderen Weg der Kostenreduzierung.

Prüfung der Anschlussleistung

Der Preis für die Fernwärme setzt sich bei den meisten Versorgern aus einem Arbeitspreis (ct/kWh) und einem Grundpreis (€/kW) zusammen. Der Arbeitspreis entspricht dem Preis pro verbrauchter Kilowattstunde Wärme. Der Grundpreis ergibt sich aus einem festen Betrag für die Höhe der installierten Anschlussleistung. Nach unserer Erfahrung ist die installierte Anschlussleistung in vielen Immobilien in Deutschland überdimensioniert. Das kann insbesondere daran liegen, dass die Anschlussleistung beim Bau der Immobilie nicht richtig berechnet wurde, an einem zu hohen Sicherheitsaufschlag bei der Berechnung oder dass die Immobilie durch Sanierungsmaßnahmen heute einen geringeren Wärmebedarf hat. Es ist daher sinnvoll, die Höhe der installierten Anschlussleistung von Immobilen zu überprüfen, da bei einer Reduzierung die Kosten für den Grundpreis sinken.

Datenbasierte Verhandlungsgrundlage

Die Fernwärme-Spezialisten der Argentus haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die Höhe der erforderlichen Anschlussleistung auf Basis der historischen Verbräuche genau berechnet werden kann. Das Verfahren ist DIN-genormt, der Aufwand überschaubar und das Ergebnis sehr aussagekräftig. Auf dieser Basis werden dann die Grundpreise mit den Fernwärmelieferanten neu verhandelt; häufig mit sehr erfreulichen Ergebnissen für die Immobilieneigentümer.

Als unabhängige Beratung unterstützt Argentus Sie gern dabei, die Anschlussleistungen für Ihre mit Fernwärme versorgten Immobilien zu überprüfen und mögliche Einsparpotenziale zu realisieren.

Tobias Hofmann, 20.09.2016