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Marc Sesterhenn

Geschäftsführer Renditeportfolios / Head of Asset Management, Peach Property

„Uns geht es um das Umlegen nachhaltiger Werthebel“

„Uns hat bei Argentus der ganzheitliche Beratungsansatz überzeugt, wichtige und nachhaltige Werthebel gemeinsam umzulegen. Wir sind im Alltag entlastet und können uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren: die Betreuung der Mieter vor Ort und unseren Wachstumskurs.“

Wir sprachen mit Marc Sesterhenn, Geschäftsführer Renditeportfolios / Head of Asset Management bei Peach Property, darüber, warum eine Beratung allein nicht ausreicht und es am Ende vor allem auf die Umsetzungstiefe und -stärke bei der Immobilienoptimierung ankommt.

Wie sieht Ihre Zusammenarbeit mit Argentus aus, an welchen Themen arbeiten Sie?

Argentus berät uns in allen wesentlichen Betriebskostenthemen, im ganzheitlichen Energiemanagement und bei Sonderprojekten – wann immer wir Wertsteigerungs- oder Einsparungspotenziale in unseren Liegenschaften heben können. Ein wichtiges Thema für uns ist die Neustrukturierung und Vereinheitlichung der Messdienstleistungen, die wir für unsere Wohnungsportfolios durchführen. Die Kosten für die Messdienstleistung werden in der Folge um voraussichtlich einen sechsstelligen Betrag pro Jahr sinken. Außerdem werden die Liegenschaften in den kommenden Jahren mit fernauslesbarer Messtechnik ausgestattet, die über ein digitales Gateway funktioniert, sodass wir für die Zukunft optimal und auf dem neuesten Stand der Technik aufgestellt sind. In einem anderen Projekt konnten wir unseren gesamten Bestand in einheitliche Rahmenverträge für Gas und Strom überführen. Besonders glücklich sind wir darüber, dass wir die günstigen Konditionen der Verträge jüngst auch für die nächsten Jahre sichern konnten, sodass unsere Mieter wiederum möglichst niedrige Betriebskosten haben. Mit Blick auf die steigenden Energiepreise war das eine gute Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt.

Warum haben Sie hierfür externe Unterstützung gesucht?

Das hat zwei Gründe. Zum einen sind wir ein wachsender Bestandshalter und fokussieren uns auf die strategische Entwicklung des Asset- und Property-Managements. Dabei geht es uns vor allem um das Identifizieren von nachhaltigen Werthebeln. Das Thema Energie und Betriebskosteneinsparungen sind solche Werthebel. Hier setzen wir auf die Expertise und ganzheitliche Rundumsicht von Argentus, um diese optimal umzulegen.

… und der andere?

Zum anderen hängt die Zusammenarbeit mit der mieternahen Philosophie von Peach Property zusammen: Wir sind für unsere Mieter immer vor Ort in unseren Peach Points, wenn wir gebraucht werden. Um den hohen Betreuungsgrad und einen optimalen Rundum-Mieterservice zu gewährleisten, muss das Property-Management aber an anderer Stelle entlastet werden. Durch das Zusammenlegen, Vereinfachen und Standardisieren von Verträgen und Prozessen wurden wiederkehrende oder unterschiedliche Verwaltungsaufwände für die Liegenschaften deutlich reduziert. Dafür können wir uns jetzt mehr um unsere Mieter kümmern.

Das klingt so, als ob Argentus nicht nur berät …

Nachhaltigkeit und eine verlässliche Zusammenarbeit spielen bei der Auswahl unserer strategischen Partner eine wesentliche Rolle. Argentus sorgt immer für umsatzstarke Teams – alle Projekte verlangen in der Realität eine ganze Menge Arbeit. Für sämtliche Messstellen von 13.000 Wohnungen ein Konzept zur Migration der Geräte in den Rahmenvertrag zu erstellen, daran anschließend einen detaillierten Umrüstungsplan auszuarbeiten und die Geräteumrüstung in einem strikten Zeitplan in Angriff zu nehmen, das ist ein unglaublicher Aufwand. Das schaffen Sie nur, wenn Sie sehr strukturiert vorgehen. Und doch: Die Erfolge sind definitiv messbar. Das zeigt uns, dass wir mit Argentus alles richtig machen.

Martina Averbeck

Geschäftsführerin, HANSAINVEST Real Assets

„Unser Ziel ist ganz klar die Einführung gemeinsamer ESG-Branchenstandards“

„HANSAINVEST Real Assets steht für nachhaltige Investitionen im Immobilien- und Infrastruktursektor. Dass ESG-Themen zur DNA von Argentus gehören, macht das Team daher zu einem idealen Partner für uns. Wir schätzen an Argentus die Kommunikation auf Augenhöhe. Man merkt ganz einfach, dass die Berater selbst aus der Immobilienbranche kommen, und die Hands-on-Mentalität von Argentus gibt uns immer wieder neue Impulse zur Weiterentwicklung der eigenen ESG-Performance.“

HANSAINVEST Real Assets – das bedeutet nachhaltige Investitionen im Immobilien- und Infrastruktursektor. Die rund 90 Mitarbeiter betreuen Vermögenswerte von circa 5,2 Mrd. Euro. Im Immobilienbereich managen die international aufgestellten Experten Büro-, Einzelhandels-, Hotel-, Logistik- sowie Wohnimmobilien in 18 Ländern. Wir sprachen mit Martina Averbeck, Geschäftsführerin von HANSAINVEST Real Assets, über ihre Projekte mit Argentus, warum nachhaltige Immobilienwirtschaft immer ganzheitlich betrachtet werden sollte und wie sie es mit der Entwicklung branchenweiter ESG-Standards hält.

Frau Averbeck, was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit Argentus?

Da fällt mir besonders die Kommunikation auf Augenhöhe ein. Man merkt einfach, dass die Berater von Argentus selbst aus der Immobilienbranche kommen. Man merkt die Hands-on-Mentalität und dass von Argentus immer wieder neue Impulse zur Weiterentwicklung kommen.

Welche gemeinsamen Projekte verfolgen Sie derzeit?

Uns geht es vor allem darum, den Immobilienbetrieb wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiger aufzustellen. Das ist ein sehr ganzheitlicher Prozess mit vielen Schritten, ich will daher nur einige nennen: In einem ersten Schritt beispielsweise haben wir die Energieverträge für Strom und Gas vereinheitlicht und optimiert. Das Charmante daran war, dass der Aufwand für uns dabei sehr klein war, weil Argentus im Vorfeld die Verträge mit den größten Einsparpotenzialen identifizieren konnte. Im zweiten Schritt haben wir die Belieferung der Energie auf Ökostrom umgestellt. Auch mit Blick auf die Digitalisierung haben wir einiges erreicht. Derzeit bauen wir mit Argentus unser Datenmanagement komplett neu auf. In diesem Zusammenhang stellen wir unsere alten Energiezähler auf Smart Metering um.

Und was haben Sie als Nächstes vor?

Eine wichtige Frage, schließlich wollen wir uns nicht auf den Erfolgen ausruhen. Im nächsten Schritt wird es darum gehen, dass wir das in Deutschland Erreichte in den internationalen Märkten umsetzen, um auch für unsere Mieter in anderen Ländern Kosten einzusparen. Wir denken aber auch an unsere Stakeholder, für die das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger wird. Unser Ziel ist daher die Einführung einer hauseigenen ESG-Datenbank, auf der wir aufsetzen können, um unseren Anlegern das bestmögliche ESG-Reporting liefern zu können.

Sie sprachen gerade über die Vorteile für Mieter und Anleger. Wie genau sieht das in der Praxis aus, können Sie Beispiele geben?

Für unsere Mieter sehen wir sehr konkrete Kostenvorteile, die sich ganz klar in eine höhere Mieterzufriedenheit niederschlagen. Allein durch die Neuverhandlung laufender Energieverträge, die Argentus für uns übernommen hat, haben wir eine Einsparung in Höhe von 300.000 Euro erzielt. Der Aufbau digitaler Strukturen hat zudem zur Folge, dass die Verbrauchsdaten der Mieter immer transparenter einsehbar werden. Das wiederum nutzen wir dazu, um Prozesse und Strukturen in den Liegenschaften nachhaltiger zu organisieren. Hierzu muss man wissen, dass wir bei HANSAINVEST Real Assets einen eigenen Arbeitskreis für Nachhaltigkeit besitzen, der fortlaufend ESG-Maßnahmen für unsere Liegenschaften entwirft, koordiniert und überwacht. Für uns ist das ein wichtiger Teil unseres aktiven Assetmanagement-Ansatzes, von dem am Ende die Mieter und Anleger zugleich profitieren.

Sie sprechen das Thema ESG-Standards an. Wie halten Sie es mit der branchenweiten Bedeutung von ESG-Standards und deren Akzeptanz?

Es hat sich ein fester BAMBI-Kreis etabliert, in dem wir und andere Branchenakteure unter Mitwirkung von mit Bell, dem BVI und dem ZIA an Standards arbeiten. Unser Ziel ist ganz klar die Einführung gemeinsamer ESG-Branchenstandards, damit nicht jeder Stakeholder, ob Investor oder Assetmanager, mit unterschiedlichen Standards arbeitet. Daher ist es wichtig, dass wir das Know-how der Branche in einem Gremium bündeln. Übrigens wird auch Argentus bald ein Teil davon sein.

Hagen Knaupp

Head of Asset Management Continental Europe, LaSalle

„Mit Argentus blieben wir nicht bei Einzelmaßnahmen, das war uns wichtig.“

„Was als einzelnes Projekt begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einer strategischen Zusammenarbeit entwickelt. Argentus unterstützt uns portfolioweit bei der Optimierung unserer Liegenschaften. Es ist dieser ganzheitliche Beratungsansatz, der aus Einzelmaßnahmen eine tragfähige Immobilienstrategie macht.“

Nach dem Erwerb eines Bürohauses in Bonn hatte LaSalle Investments Argentus mit der kompletten Neuausrichtung des Facility-Managements beauftragt. Die besondere Herausforderung dieser Multi-Tenant-Immobilie (Office, Retail) bestand in der Zusammenführung verschiedener Einzelgewerke in ein ganzheitliches Vertragswerk bei gleichzeitiger Strukturierung der FM-bezogenen Betriebskosten. Wir haben mit Hagen Knaupp, Head of Asset Management Continental Europe bei LaSalle Investment Management, über ganzheitliche Optimierungsansätze gesprochen, und warum sie eine langfristige Immobilienstrategie überhaupt erst möglich machen.

Herr Knaupp, was war der Grund, warum Sie sich entschlossen haben, mit Argentus die Optimierung der Immobilien anzupacken?

Themen wie Betriebskosten, CO2-Neutralität und Optimierung der Facility-Management-Strukturen sind Stellschrauben, denen wir besondere Beachtung schenken. Wir haben daher einen Partner gesucht, der sie mit uns ganzheitlich und auf Portfolioebene angehen kann. Darin haben wir eine Chance gesehen, etwas anders – und etwas besser – als andere zu machen und uns einen Vorsprung vor anderen zu erarbeiten.

Wie sind Sie dabei vorgegangen?

Mit Argentus blieben wir nicht bei Einzelmaßnahmen, das war uns wichtig. Stattdessen haben wir uns bei diesen Themen überhaupt erstmal eine umfassende, langfristige und strategische Ausrichtung gegeben. Daraufhin hat Argentus unter anderem das Facility-Management neu ausgeschrieben. Was den Energieeinkauf betrifft, beziehen wir unsere Energie für alle Liegenschaften jetzt nicht nur günstiger – was für unsere Mieter deutlich niedrigere Nebenkosten bedeutet -, sondern sogar CO2-neutral. Und das nicht erst seitdem der Klimawandel immer stärker in den Fokus rückt.

Sie sprechen Vorteile an. Können Sie die genauer benennen?

Natürlich lässt sich die Immobilienoptimierung nicht einfach nur auf sinkende Kosten et cetera reduzieren. Meist steckt dahinter noch viel mehr. Am Ende ist es wichtig, dass jede Maßnahme auch als Ganzes mit anderen Maßnahmen Sinn ergibt. Nehmen wir beispielsweise das Thema Mieterkommunikation und Energie: Wir merken gerade, dass das Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit immer ausgeprägter wird. Da ist es schon schön, wenn Sie Ihren Mietern sagen können, dass Sie deren Räumlichkeiten mit klimaneutraler Energie versorgen können – und zwar portfolioweit.

Was ist der Vorteil eines externen Beraters?

Diese Frage lässt sich von Fall zu Fall anders beantworten. Wenn es beispielsweise um das Anfassen der Dienstleistungs- oder der Energieverträge geht, ist es besser, jemanden zu haben, der mehrere Disziplinen beherrscht und eine gewisse Neutralität mitbringt.

Und? Sind Sie auf den Geschmack gekommen?

Wir arbeiten mit dem Team von Argentus nun schon seit fünf Jahren zusammen. Dabei ging es am Anfang um ein schlankeres Betriebskostenmanagement und sinkende Nebenkosten – und das in einer Zeit, in der die Nebenkosten so gut wie überall steigen, um es vorsichtig auszudrücken. Mit der Zeit – und da kommt wieder die ganzheitliche Perspektive ins Spiel – haben wir das Mandat erweitert.

Abigail Shapiro

Head of Germany, Oxford Properties Management

„Ein unabhängiger Blick im Verhandlungsprozess ist wichtig“

„Argentus weiß sehr genau, welche Benchmarks auf dem deutschen Markt gelten, und konnte ganz genau zeigen, an welchen Vertragspunkten wir arbeiten mussten, um ein akzeptables Ergebnis für beide Seiten zu erzielen. Dieser unabhängige Blick auf die Dinge war uns im Verhandlungsprozess sehr wichtig. Argentus hat uns zudem geholfen, die Verträge um entscheidende Klauseln zu ergänzen, um die Anreizstrukturen des Property-Managements angemessen zu schärfen. Das hat uns so überzeugt, dass wir das Argentus-Team kürzlich damit beauftragt haben, uns als nächstes bei der Optimierung der Strukturen im Facility-Management zu unterstützen.“

Oxford Properties ist der weltweite Investmentarm von OMERS, einer der größten Pensionskassen für öffentlich Angestellte im kanadischen Ontario. 2017 gab Oxford Properties den Erwerb des Berliner Sony Centers bekannt. Seit 2019 unterstützt Argentus den Investor eng bei der Optimierung der Property-Management-Strukturen des Sony Centers. Wann ist ein Nachverhandeln von Dienstleisterverträgen sinnvoll und was genau sollte man dabei beachten? Wir sprachen darüber mit Abigail Shapiro, Head of Germany bei Oxford Properties Group.

Was war der Grund, weshalb Sie Argentus hinzugezogen haben?

Wir brauchten jemanden, der uns bei der Neuverhandlung bestehender Management-Verträge helfen konnte. Diese Verträge liefen bereits auf der Liegenschaft, als wir sie erwarben und enthielten keine klar definierten KPIs, die wir von unseren Dienstleistern verlangen, um die Gleichheit der Interessen zu garantieren.

Warum haben Sie dafür die Hilfe eines externen Beraters gesucht?

Wir gingen auf Argentus zu, weil ihr Team die Seite des Property-Managers aus eigener Hand kennt. Argentus weiß, welche Benchmarks auf dem deutschen Markt gelten, und konnte ganz genau zeigen, an welchen Vertragspunkten wir arbeiten mussten, um ein akzeptables Ergebnis für beide Seiten zu erzielen. Dieser unabhängige Blick auf die Dinge war uns im Verhandlungsprozess sehr wichtig.

Wie genau konnte Argentus dabei helfen?

Unser Hauptziel in den Verhandlungen war, eine höhere Qualität des Property-Managements für das Sony Center zu erreichen. Argentus hat uns dabei geholfen, die Verträge um entscheidende Klauseln zu ergänzen, um die Anreizstrukturen des Property-Managements angemessen zu schärfen.

Was war Ihnen während den Verhandlungen besonders wichtig?

Wir schätzen es sehr, dass das Team von Argentus ein unternehmerisches Mindset hat und einen fairen Interessensausgleich zwischen den Parteien findet. Weil das Team die Seite des Asset- und des Property-Managements aus eigener professioneller Erfahrung kennt, konnte es sich in die Köpfe beider Seiten hineinversetzen und aufzeigen, was funktionieren wird und was nicht.

Haben Sie Pläne, die Arbeit mit Argentus in anderen Bereichen fortzuführen?

Ja, das haben wir tatsächlich. Wir haben das Argentus-Team kürzlich damit beauftragt, uns als nächstes bei der Optimierung der Strukturen im Facility-Management zu unterstützen.

Oliver Oser

Managing Director, Property Management, Vistra

„In der Branche wird noch immer zu wenig konkret angepackt.“

„Die Branche kommt nicht mehr darum herum, in ESG-Themen zu denken. Mit unserem Partner Argentus können wir gemeinsam Spezialwissen in unterschiedlichen ESG-Bereichen kombinieren und unseren gemeinsamen Kunden anbieten – sowohl hinsichtlich einer ganzheitlichen Konzeption als auch einer konsequenten Umsetzung.“

Wir sprachen mit Oliver Oser, Managing Director, Property Management bei Vistra, über die Schnittstellen zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, wie Immobilien mit uns kommunizieren und warum es wichtig ist, die Mieter immer in die ESG-Strategie mit einzubeziehen.

Herr Oser, wie sieht Ihre Zusammenarbeit mit Argentus aus, was verbindet Sie?

Die Anknüpfungspunkte zwischen uns sind vielfältig. Häufig geht es dabei um die Umstellung von Immobilien auf einen nachhaltigen Betrieb und das Realisieren von ESG-Strategien. Das reicht vom Nachverhandeln von Energieverträgen über das Management der Energiezähler bis zur Optimierung der Messinfrastruktur, um nur wenige Punkte zu nennen. Was uns mit Argentus verbindet, ist unser Selbstverständnis als Dienstleister und dass wir einen absoluten Servicegedanken verfolgen. Wir können uns bei Argentus einfach sicher sein, dass wir das Gleiche wollen und uns auf dem Weg dorthin sehr gut ergänzen.

Merken Sie bereits, dass der Stellenwert des Themas Nachhaltigkeit in der Branche zugenommen hat, oder glauben Sie, dass der Trend wieder nachlassen könnte?

Dass die Branche nicht mehr darum herumkommt, in ESG-Themen zu denken, daran besteht kein Zweifel. Wir beschäftigen uns bereits seit 2012 mit ESG und dem GRESB-Bewertungssystem zur Messung der Nachhaltigkeitsperformance. Wir beobachten hierbei, dass die Bedeutung aber auch die Komplexität eines ganzheitlichen ESG-Konzepts hat von Jahr zu Jahr zugenommen hat. Um eine weitergehende Spezialisierung zu erreichen haben wir auch die Partnerschaft mit Argentus gesucht: Wir haben mit Argentus einen starken Spezialisten für die ESG-Performance von Immobilien an der Seite und ergänzen uns hinsichtlich der jeweiligen ESG-Kompetenzen optimal. Dieses gebündelte Spezial-Know-How können wir unseren gemeinsamen Kunden zur Verfügung stellen.

Was war die größte Herausforderung, die Sie für dieses Ziel gemeinsam angepackt haben?

Die Umsetzung! Man merkt in der Branche, dass zwar viel über ESG geredet, aber noch wenig konkret angepackt wird. Nachhaltigkeitskonzepte haben also viele, das Problem ist, dass die “Umsetzer” fehlen. Genau hier kommen wir und Argentus ins Spiel: Bei der Umsetzung einer Immobilienstrategie muss es jemanden geben, der die laufenden Daten des Gebäudes messen und die immense Datensammlung am Ende auch organisieren und anwenden kann.

Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Immobilien können sehr viel über sich erzählen, sie produzieren also eine große Menge an Daten. Ich denke etwa an das Smart-Metering. Die Herausforderung besteht nun darin, aus diesem Datenpool beispielsweise eine tragfähige ESG-Datenbank oder Benchmarks abzuleiten. Mit diesem Wissen können wir Maßnahmen identifizieren, mit denen wir die Immobilie ‚nachjustieren’ können.

Das klingt alles sehr digital. Man könnte meinen, die Digitalisierung sei der einzige Weg zur Nachhaltigkeit, weil ESG-Optimierungen eines Gebäudes immer mehr vom richtigen Umgang mit Daten abhängt.

So eindeutig kann man das nicht sagen. Daten sind der Grundstoff unserer Arbeit, aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Es stimmt zwar, dass digitale Lösungen wie beispielsweise Smart-Meter unsere Arbeit überhaupt erst möglich machen. Viele ESG-Bereiche können aber auch ganz ohne Computer bearbeitet werden. Beispielsweise wenn es darum geht, dass die Gebäude nur mit biologisch abbaubaren Putzmitteln gereinigt werden dürfen, oder dass der FM-Dienstleister auch sozial benachteiligte Menschen oder ältere Mitarbeiter beschäftigen muss. Auch der Nutzerkomfort, also die Mieterzufriedenheit, die Anbindung an die Infrastruktur zählen genauso dazu wie Green Leases oder das Stakeholder Engagement. Man sieht: ESG ist ein sehr ganzheitliches Konzept.

Manche Eigentümer sagen, ein nachhaltiges Immobilienkonzept umzusetzen, sei zu teuer, zu aufwendig.

Die Kritik verstehe ich nicht. Dass die Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie mit sehr, sehr viel Arbeit verbunden ist, stimmt zwar. Wenn es aber gelingt, die Mieter von Anfang an aktiv in die Transformation des Objekts einzubeziehen, und die Mieterzufriedenheit erfahrbar steigt, ist die Kostenfrage aus Investorensicht nicht mehr bedeutend. Nachhaltigkeit ist ein Projekt, dass sich langfristig bezahlt macht. Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber verbindliche ESG-Standards für Fonds festlegt, die in Immobilien anlegen. Immer mehr Investoren verstehen deshalb, dass es für sie deutlich teurer wird, wenn sie sich nicht rechtzeitig um die ESG-Performance ihrer Immobilie kümmern.

Vielen Dank für das Gespräch!

Inga Kühn

Senior Projektmanagerin Digital Solutions bei der BEOS AG und Geschäftsführerin der BEREM Property Management GmbH

„Unser Ziel ist ganz klar die Einführung gemeinsamer ESG-Branchenstandards“

„Als langjähriger Partner unterstützt uns Argentus dabei, die Energieversorgung unserer Gebäude – seien sie im Bestand oder in der Weiterentwicklung – besser und vor allem nachhaltiger organisieren zu können. Dazu gehört auch, unsere Liegenschaften technisch transparent zu machen, Betreiberrisiken frühzeitig aufzudecken und die Infrastruktur nachhaltig zu optimieren.“

Flexibel sollen sie sein, hochfunktional und immer mit dem Mieter mitwachsen können: Unternehmensimmobilien gelten als die Königsklasse der Immobilienbewirtschaftung. Das gilt auch für das Nachhaltigkeits- und Betriebskostenmanagement der transformationsfähigen Liegenschaften. Wir sprachen mit Inga Kühn, Geschäftsführerin der BEREM Property Management GmbH und Senior Projektmanagerin Digital Solutions bei der BEOS AG, über die Partnerschaft mit Argentus, die wachsende Bedeutung von ESG-Standards und die Frage, was einen guten Berater für Energie- und Nachhaltigkeitsthemen ausmacht.

Frau Kühn, was war der Anstoß für die Zusammenarbeit mit Argentus?

Es ist schon etwa sieben Jahre her, da suchten wir jemanden, der für uns den gebündelten Energieeinkauf für Strom und Gas übernimmt. Zu diesem Zeitpunkt ging es uns noch allein um die optimale Energieversorgung unserer Immobilien. Mit der Zeit hat sich die Zusammenarbeit zwischen BEOS respektive unserer hauseigenen Property-Management-Tochter BEREM und Argentus jedoch enorm erweitert. Heute lassen wir uns zu allen Fragen um die Themen Energie und nachhaltige Bewirtschaftung von Argentus beraten.

Was genau kann man sich unter der Energieberatung vorstellen?

Das betrifft sowohl die technischen als auch die kaufmännischen Aspekte, also etwa auch das Vertragsmanagement oder das Ausschreiben von Contracting-Lösungen. Projekte wie diese begleitet Argentus nicht nur konzeptionell, sondern auch in der Umsetzungsphase.

Sie erwähnten auch technische Optimierungen…

Wir führen mit Argentus regelmäßig Infrastrukturanalysen unserer Liegenschaften durch, das heißt, dass wir beispielsweise die Zählerstrukturen der Objekte prüfen, bewerten und anschließend Verbesserungsmöglichkeiten finden. Das hat mit der besonderen Natur der Assetklasse Unternehmensimmobilie zu tun. Unsere Objekte sind in der Regel Transformationsimmobilien, deren Gebäudeinfrastrukturen über die Jahre organisch gewachsen sind. Eigentümer, Verwalter und Mieterbesatz haben oft mehrmals gewechselt, und jeder dieser Übergänge war mit einem gewissen Wissensverlust verbunden. Die Transformation eines in die Jahre gekommenen Industriestandortes zur modernen, flexibel genutzten Unternehmensimmobilie wirft daher zahlreiche technische Detailfragen und so manche Überraschung auf. Argentus hilft uns, unsere Immobilien wieder völlig transparent zu machen, eventuelle Betreiberrisiken frühzeitig aufzudecken und natürlich Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen.

Wie halten Sie es mit der branchenweiten Bedeutung von ESG-Standards und deren Akzeptanz?

Unsere Nutzer signalisieren uns, dass sie die Nachhaltigkeit unserer Immobilien nicht mehr als “nettes Extra”, sondern als eine Voraussetzung für eine Partnerschaft mit uns sehen. Auch hier muss man an die Besonderheiten der Unternehmensimmobilie denken: Die meiste Energie wird in Unternehmensimmobilien nicht von dem Gebäude selbst verbraucht – etwa für Wärme und Licht -, sondern von der Produktion und der Logistik, die in der Immobilie stattfindet. Das macht sie sehr interessant für eine Optimierung der Energieinfrastruktur und wir merken, dass unsere Nutzer damit glücklicher sind.

Schluss mit den Immobilien, wie haben sie das Team von Argentus persönlich erlebt?

Wir sind dankbar, mit Argentus einen Ansprechpartner zu haben, der als Brückenbauer zwischen hochspeziellen Energiethemen auf der einen Seite und unserem Immobiliengeschäft auf der anderen funktioniert. Man könnte es so formulieren: Das Team von Argentus kann sein “Spezialwissen” aus der Energiewirtschaft so übersetzen, dass es auch ein Immobilienexperte versteht und neue Handlungsspielräume entdecken kann. Ja, wir sind sehr unterschiedlich, wir sprechen aber trotzdem die gleiche “Immobiliensprache” und das immer auf Augenhöhe. Für uns ist das sehr wichtig, weil es zu unserer Kultur gehört, stabile und verlässliche Partnerschaften zu pflegen.

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